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Bundesland
Sachsen-Anhalt im Herzen Deutschlands ist ein Land, dessen heraldische Identität zwei mittelalterliche Herrschaftsräume vereint. Das gespaltene Landeswappen verbindet das sächsische Wappen mit dem charakteristischen Rautenkranz der Wettiner und Askanier mit dem Bären des Fürstentums Anhalt — dem sogenannten ‚Aschersleber Bären', dem ältesten Symbol askanischer Herrschaft. Die Landesfarben Gold und Schwarz spiegeln die heraldischen Farben des mittelalterlichen Hauses Askanien wider, das sowohl Sachsen als auch Anhalt regierte und den gemeinsamen Ursprung beider Landeshälften verkörpert.
| Hauptstadt | Magdeburg |
|---|---|
| Fläche | 20.454 km² |
| Einwohner | ca. 2,2 Mio. |
| Wappenfarben | Schwarz, Gold, Grün, Rot |
| Flaggenfarben | Gold, Schwarz |
| Wappen amtlich seit | 16. Juli 1992 |
| Flagge amtlich seit | 16. Juli 1992 |
| Wiedergründung | 3. Oktober 1990 |
Wappen des Landes Sachsen-Anhalt (amtlich seit 1992)
Gespalten: vorne von Schwarz und Gold zehnmal geteilt, überdeckt mit einem grünen schräglinks gestellten Rautenkranz (Sachsen); hinten in Gold auf einer roten Zinnenmauer ein schwarzer schreitender Bär (Anhalt). Der Schild wird von einer Volkskrone bekrönt.
Sachsen-Anhalt als politische Einheit entstand erstmals 1945 durch den Zusammenschluss der preußischen Provinz Sachsen mit dem Freistaat Anhalt unter sowjetischer Besatzung. 1952 löste die DDR das Land auf und teilte es in die Bezirke Halle und Magdeburg. Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde Sachsen-Anhalt neu gegründet. Die Landesverfassung vom 16. Juli 1992 legte Wappen und Flagge fest. Das gespaltene Wappen greift dabei bewusst auf die historischen Symbole beider Vorgängerterritorien zurück und verankert die Identität des Landes in seiner mittelalterlichen askanischen Tradition.
Flagge des Landes Sachsen-Anhalt (amtlich seit 1992)
Die Landesflagge Sachsen-Anhalts zeigt zwei gleich breite waagerechte Streifen in Gold über Schwarz. Die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das Landeswappen zentriert über beiden Streifen und ist Behörden und staatlichen Einrichtungen vorbehalten.
Die Farben Gold und Schwarz leiten sich von den heraldischen Farben des mittelalterlichen Hauses Askanien ab. Die Askanier herrschten als Herzöge von Sachsen und als Fürsten von Anhalt über weite Teile des heutigen Bundeslandes. Gold und Schwarz verbinden beide historischen Landeshälften auf einer gemeinsamen heraldischen Grundlage. Die Farbabfolge Gold über Schwarz (anstatt Schwarz über Gold) wurde für die Flagge gewählt, um sie von anderen Flaggen mit ähnlichen Farben zu unterscheiden.
Die gold-schwarze Flagge ist an Landesbehörden und öffentlichen Einrichtungen präsent. Im täglichen Leben ist das Landeswappen mit dem Bären als Symbol Sachsen-Anhalts bekannter. Der Bär, ähnlich wie beim Berliner Wappen, ist das beliebteste heraldische Motiv des Landes.
Das gespaltene Wappen vereint vorne das sächsische Wappen (schwarz-goldene Balken mit grünem Rautenkranz) und hinten den schwarzen schreitenden Bären auf roter Mauer auf Gold, das Wappen des Fürstentums Anhalt. Beide Hälften verweisen auf das mittelalterliche Haus Askanien.
Der ‚Aschersleber Bär' ist das historische Wappentier des Fürstentums Anhalt und verweist auf den askanischen Stammsitz Aschersleben. Er ist seit dem 12. Jahrhundert mit dem Haus Askanien verbunden und eines der ältesten Wappentiere Mitteldeutschlands.
Gold und Schwarz sind die heraldischen Farben des mittelalterlichen Hauses Askanien, das sowohl Sachsen als auch Anhalt regierte. Sie verbinden beide Landeshälften auf einer gemeinsamen historischen Grundlage.
Sachsen-Anhalt wurde erstmals 1945 gegründet, 1952 von der DDR aufgelöst und am 3. Oktober 1990 im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wiedergegründet. Die Landesverfassung trat am 16. Juli 1992 in Kraft.
Beide Territorien wurden im Mittelalter vom Haus Askanien beherrscht. Die Askanier regierten als Herzöge von Sachsen und Fürsten von Anhalt und prägten die politische Geschichte Mitteldeutschlands vom 12. bis ins 17. Jahrhundert. Ihre heraldischen Farben Gold und Schwarz verbinden beide Landeshälften bis heute.
Zuletzt geprüft durch die Redaktion von Emblema Mundi am 29. Juni 2026.
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