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Bundesland
Baden-Württemberg, 1952 aus den Ländern Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zusammengeschlossen, trägt als Landeswappen das Staufer-Erbe: drei schwarze Löwen auf goldenem Grund, das mittelalterliche Symbol einer Dynastie, die Schwaben und das Heilige Römische Reich über Generationen geprägt hat. Die Landeshauptstadt Stuttgart liegt im Herzen eines Bundeslandes, das mit rund 11 Millionen Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten und wirtschaftsstärksten Ländern Deutschlands zählt. Wappen und Flagge wurden am 3. Mai 1954 durch Landesgesetz amtlich festgelegt.
| Offizieller Name | Land Baden-Württemberg |
|---|---|
| Hauptstadt | Stuttgart |
| Gründungsjahr | 1952 (Zusammenschluss der drei südwestdeutschen Länder) |
| Wappenfarben | Schwarz und Gold |
| Flaggenfarben | Schwarz über Gold |
| Wappentier | Schreitender schwarzer Löwe (Staufer-Löwe) |
| Rechtsgrundlage | Gesetz über die Hoheitszeichen des Landes Baden-Württemberg, 3. Mai 1954 |
Kleines Landeswappen Baden-Württembergs
In Gold drei schwarze schreitende und hersehende Löwen übereinander (Kleines Landeswappen). Das Große Landeswappen zeigt oben sechs Schildchen der historischen Landesteile, unten den goldenen Löwenschild; gehalten von einem Hirsch rechts und einem Greifen links, bekrönt mit einem stilisierten Turnierkragen.
Die Staufer führten den Löwen auf goldenem Grund bereits im 12. Jahrhundert als Hauszeichen. Nach dem Untergang der Staufer (1268, Tod Konradins) übernahmen verschiedene schwäbische Herren das Symbol. Mit der Gründung des Landes Baden-Württemberg am 25. April 1952 stand die Frage eines gemeinsamen Symbols. Der Historiker und Heraldiker Adolf Weinbrenner erarbeitete das heutige Wappen, das die alten Landesteile vereint: Das Kleine Wappen wahrt die schlichte staufische Tradition, das Große Wappen verbindet alle historischen Territorien. Das Landesgesetz vom 3. Mai 1954 legte beide Versionen verbindlich fest.
Landesflagge Baden-Württembergs (Schwarz über Gold)
Die Landesflagge besteht aus zwei gleich breiten waagerechten Streifen: oben Schwarz, unten Gold (Gelb). Die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das Kleine Landeswappen zentriert über der Farbgrenze. Das Seitenverhältnis beträgt 3:5.
Schwarz und Gold entsprechen unmittelbar den Tinkturen des Staufer-Wappens (schwarze Löwen auf goldenem Grund) und knüpfen damit an die mittelalterliche Geschichte Schwabens an. Die Farbwahl war beim Zusammenschluss der drei Südweststaaten nicht unumstritten — Baden bevorzugte Rot-Gold — doch die staufische Tradition setzte sich als gemeinsamer Nenner durch.
Die einfache Landesflagge wird von Privatpersonen und Kommunen verwendet. Die Landesdienstflagge mit Wappen ist Behörden und staatlichen Stellen vorbehalten. An öffentlichen Gebäuden des Landes wird sie neben der Bundesflagge und, bei Anlass, der Europaflagge geführt.
Das Kleine Landeswappen zeigt drei schwarze schreitende Löwen auf goldenem Grund — das historische Wappen der Staufer. Das Große Landeswappen ergänzt sechs Schildchen der historischen Landesteile sowie Hirsch und Greif als Schildhalter.
Die Staufer, eine schwäbische Herrscherdynastie, führten im 12. Jahrhundert drei schwarze Löwen auf Gold als Hauszeichen. Unter Friedrich I. Barbarossa und Friedrich II. wurden sie zum Symbol kaiserlicher Macht im Heiligen Römischen Reich.
Das Wappen und die Flagge Baden-Württembergs wurden durch das Gesetz über die Hoheitszeichen des Landes Baden-Württemberg vom 3. Mai 1954 amtlich festgelegt, zwei Jahre nach der Gründung des Bundeslandes.
Schwarz und Gold sind die Farben des Staufer-Wappens. Sie verbinden Baden-Württemberg mit der mittelalterlichen Geschichte Schwabens und unterscheiden die Landesflagge deutlich von den Flaggen anderer Bundesländer.
Die sechs Schildchen stehen für Franken, Altwürttemberg, Baden, Hohenzollern, Pfalz und Vorderösterreich — die bedeutendsten historischen Territorien, aus denen das 1952 gegründete Bundesland hervorgegangen ist.
Zuletzt geprüft durch die Redaktion von Emblema Mundi am 29. Juni 2026.